Was ist Palliativmedizin?

Eine Pflegekraft mit einem Patienten im Garten der Palliativstation

Eine Pflegekraft mit einem Patienten im Garten der Palliativstation

Die Palliativmedizin behandelt Patienten mit nicht heilbarer Erkrankung. Besonders häufig leiden diese an fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Das zugrunde liegende lateinische Wort „Pallium“ bezeichnet einen Mantel, der den Kranken in seinem Leid und Schmerz schützend und wärmend umhüllt, auch wenn das Fortschreiten der Krankheit selbst nicht mehr verhindert werden kann.

An der Universitätsmedizin Mainz wurde zu diesem Zweck im Jahr 2005 die Palliativstation gegründet. Zum Team gehören Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen (Anästhesie, Innere Medizin, Neurologie), spezialisierte Pflegekräfte mit Palliative-Care-Weiterbildung, Physiotherapeuten, Psychologen, Seelsorger, Sozialpädagogen sowie ehrenamtliche Mitarbeiter. Ihre gemeinsame Sorge gilt der bestmöglichen Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen, die sich ihnen in einer der schwierigsten Lebenssituationen anvertrauen.

Schwerpunkte der bei der Betreuung sind

  • Linderung quälender Beschwerden wie z.B. Schmerzen, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen
  • Durchführung einer spezialisierten palliativen Pflege
  • Physiotherapie zum Erhalt oder zur Wiedergewinnung der Mobilität und zur Linderung von Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Unterstützung bei der Bewältigung seelischer und psychosozialer Belastungssituationen
  • Begleitung, Beratung und Unterstützung von Angehörigen
  • Weitere Therapieangebote wie Musik- und Kunsttherapie

Nach erfolgreicher Linderung von Schmerzen und anderen Problemen können fast die Hälfte der Patienten wieder von der Station entlassen werden. Hierzu wird umfassende Hilfestellung bei der Organisation der häuslichen oder hospizlichen Weiterbetreuung geleistet. Die Palliativstation arbeitet  hier insbesondere mit dem ambulanten Hospiz- und Palliativteam der Mainzer Hospizgesellschaft und dem stationären Christophorus-Hospiz in Mainz eng zusammen.

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