Sandra Mai erhält Cicely Saunders-Preis 2026

Im Rahmen ihrer Kuratoriumssitzung in den Räumlichkeiten der Volksbank Darmstadt Mainz am 12.3.2026 hat die Mainzer Palliativstiftung „Leben bis zuletzt“ Frau Sandra Mai mit dem Cicely Saunders-Preis 2026 ausgezeichnet.

Von links nach rechts: Prof. Dr. Martin Weber (Stiftungsrat), Preisträgerin Sandra Mai, Andrea Römheld (Vorsitzende des Kuratoriums der Palliativstiftung). © Urs Butirony
Von links nach rechts: Prof. Dr. Martin Weber (Stiftungsrat), Preisträgerin Sandra Mai, Andrea Römheld (Vorsitzende des Kuratoriums der Palliativstiftung). – Foto: © Volksbank Darmstadt Mainz eG

Die seit 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Interdisziplinären Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin tätige Diplom-Psychologin erhielt den Preis in Anerkennung ihrer Verdienste um die Etablierung der „Würdezentrierten Therapie“ und ihres vielfältigen Engagements insbesondere in der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde.

In seiner Laudatio würdigte Stiftungsrat Professor Martin Weber die Preisträgerin als maßgebliche Wegbereiterin der „Würdezentrierten Therapie“ (Dignity Therapie nach Harvey Max Chochinov) in Deutschland. Sie habe zum einen dessen Standardwerk unter dem Titel „Würdezentrierte Therapie: Was bleibt – Erinnerungen am Ende des Lebens“ ins Deutsche übersetzt und damit die Methode für den deutschsprachigen Raum allgemein zugänglich gemacht, zum anderen habe sie als verantwortliche Studienleitung deren Anwendbarkeit im deutschsprachigen Palliativbereich auch wissenschaftlich nachgewiesen. Zusammen mit ihren Mitstreiter:innen habe sie die „Würdezentrierte Therapie“ in zahlreichen Workshops weitervermittelt, so dass diese heute als etabliertes Instrument im Rahmen der psychotherapeutischen Begleitung von Palliativpatienten gelten könne. Als Gründungsmitglied und „Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde“ engagiere sich Frau Mai in ganz besonderem Maße dafür, dass die Würde von Patient:innen auch und gerade in den vulnerablen Lebensphasen gewahrt wird. Nicht zuletzt sei es ihr ein besonderes Anliegen, in der studentischen Lehre angehenden Ärzt:innen kommunikative Skills und die Bedeutung einer von tiefer Humanität geprägten Haltung zu vermitteln. Vor dem Hintergrund all dieser Verdienste, so Professor Martin Weber, könne kein Zweifel daran bestehen, dass der Stiftungsrat der Mainzer Palliativstiftung mit Frau Mai eine überaus würdige Trägerin des Cicely Saunders-Preises 2026 gewählt habe!

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